KREUZBERG UND SPREEUFER
Kreuzberg gehört zu den besonders schillernden Bezirken Berlins. In den 70er Jahren zogen sowohl Einwanderer aus der Türkei als auch Studenten und Alternative in das ehemalige Arbeiterviertel im Schatten der Berliner Mauer - bis heute sind in den Kneipen die Kreuzberger Nächte lang.
Die Spree bildete die Rückseite des Bezirks und war zugleich Grenze zum Ost-Berliner Bezirk Friedrichshain. Erst seit der Wende kann der Uferstreifen wieder richtig genutzt werden.
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- Im Sommer relaxen am Märchenbrunnen, im Winter romantische Spaziergänge. Der Volkspark Friedrichshain wurde 1886 als östliches Gegenstück zum Tiergarten angelegt. Auch die Arbeiter aus den umliegenden Mietskasernenvierteln Prenzlauer Berg und Friedrichshain sollten sich erholen können.
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- Noch ein Kuss und dann ist Schluss. Parallel zur Spree verläuft der längste noch erhaltene Abschnitt der Sperranlagen aus der Zeit der Teilung. Das knapp 2 Kilometer lange Stück Hinterlandmauer wurde 1990 von internationalen Künstlern gestaltet und heißt seitdem East-Side-Gallery.
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- Hinter der Mauer liegt der Strand. Früher befand sich hier der Todesstreifen, nur zugänglich für DDR-Grenzer. Heute dehnt sich im Sommer Berlins größte Beachbar am Uferstreifen aus - der Oststrand.
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- Sieht aus wie ein mittelalterliches Stadttor im Wasser. Tatsächlich mussten um 1800 die Spreeschiffer an dieser Stelle Ein- und Ausfuhrzölle zahlen, das Staatssäckel war schon immer leer...
Am Osthafen werden nur noch wenige Güter umgeschlagen. Die meisten Lagerhäuser haben neue Nutzer. Im riesigen ehemaligen Eierkühlhaus sitzt die Europa-Zentrale von Universal-Music mit schönem Ausblick auf die Spree, auch der Musiksender MTV ist in einem alten Kontor am Wasser untergebracht. Das gelbe Gebäude beherbergt eine Diskothek, das am Ufer vertäute Schiff ist ein Hostel.
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- In den 70er und 80er Jahren war Kreuzberg das Mekka der Alternativkultur. Besetzte Häuser, Kollektive, Sozialprojekte und manchmal auch Krawall. Gleichzeitig ist Kreuzberg die Heimat für zahlreiche Immigranten geworden, hauptsächlich aus der Türkei.
Baden in der Spree? Tatsächlich schwimmt man im "Badeschiff" - ein Lastkahn ist zum Swimming-Pool umgebaut worden, das Wasser ist warm und sauberer als das Spreewasser, am Ufer gibt's den dazugehörigen Strand inklusive Beachbar. In der kalten Jahreszeit wird das Badeschiff Berlin überdacht, die beiden anderen Zeltkonstruktionen beherbergen eine Sauna und eine Bar.
Mitten in der Stadt und doch voll im Urlaub. Die Bootsgaststätte lädt zu einer kurzen Rast an der Spree ein. Mit dem roten Wasserflugzeug links werden Rundflüge über Berlin unternommen.


- Insgesamt gibt es im Stadtgebiet drei russische Ehrenmäler, hier fanden viele im Kampf um Berlin gefallene Sowjetsoldaten ihre letzte Ruhe. Dem Rotarmisten macht der Schnee nichts aus, vielleicht hat er sogar Heimweh.


- Kreuzbergs Naherholungsgebiet heißt Görlitzer Park - vor 25 Jahren war die Fläche noch brachliegendes Bahngelände. Was so aussieht wie römische Ruinen auf der Wiese sind die Reste eines Fußgängertunnels, der früher unter den Gleisen hindurchführte.
Diese kleine virtuelle Rundfahrt kann die tatsächliche Teilnahme nicht ersetzen.